Polaroid a Day - Jamie Livingston

Polaroids sind bildgewordene Erinnerungen. Festgehalten für die (vermeintliche) Ewigkeit. So könnte es einem zumindest vorkommen, wenn man diverse private Polaroid-Sammlungen durchsieht.

Besonders eindrucksvoll ist das fotografische Tagebuch des New Yorker Fotografen/Filmmachers Jamie Livingston (geb. 25.10.1956 - gest. 25.10 1997). Am 31. März 1979 begann er, jeden Tag seines Lebens mit einem Polaroid festzuhalten. Schon bald merkt man, wie die Krankeit sein Leben immer mehr vereinnahmt, bis wir im Oktober 1997 mit dem letzten Polaroid Abschied nehmen müssen. Von einem Mann, den wir eigentlich nicht kennen, wir aber trotzdem ein bisschen das Gefühl haben, es zu tun.

Ein paar Bilder sind abhanden gekommen, doch die restlichen 6697 Polaroids wurden von Hugh Crawford und Betsy Reid in der Ausstellung "JAMIE LIVINGSTON. PHOTO OF THE DAY: 1979-1997" veröffentlicht. Begleitend gibt es eine Homepage mit allen Bildern.

Wer nicht durchklicken will, kann sich dieses kurze Video ansehen, das einen Auszug seines Lebens zeigt.